Jedes Reych gibt sich eine Burgordnung. Sie fußt auf „Spiegel“ und „Ceremoniale“, den gemeinsamen Regeln von Allschlaraffia, und legt fest, wie ein Abend in der Burg verläuft: wer das Wort führt, wie Gäste begrüßt werden und in welcher Folge vorgetragen wird. Weil diese Grundregeln überall gelten, findet sich ein Besucher in einer Sippung in Pretoria ebenso zurecht wie in Prag oder Pattaya.
Wer die Sippung leitet
Die Sippung leitet der fungierende Oberschlaraffe vom Thron aus. Er erteilt das Wort, wahrt die Ordnung und hält den Abend in Schwung. Wer etwas sagen oder vortragen möchte, meldet sich und wartet, bis er aufgerufen wird. Gesprochen wird in schlaraffischer Sprache; manches klingt anfangs wie ein Rätsel, erschließt sich aber schneller, als man denkt.
Was Gäste wissen sollten
- Gäste sind willkommen und werden zu Beginn eigens begrüßt. Eine Kleiderordnung gibt es für sie nicht: Die Sassen erscheinen in ihrer schlaraffischen Rüstung, Gäste kommen, wie sie sind.
- Vortragen muss niemand. Wer mag, bringt sich mit einem Gedicht, einem Lied oder einer kleinen Geschichte ein; schlaraffisch heißt ein solcher Beitrag Fechsung.
- Politik, Religion und Geschäfte bleiben vor der Burgtür. Im Mittelpunkt stehen Kunst, Humor und Freundschaft.
- Gesprochen wird in den Sippungen Deutsch, auch in den Reychen fern des deutschen Sprachraums.
Die Besonderheiten der eigenen Burg erklären Ihnen die Sassen gern beim ersten Besuch.